
Positionspapier
"Nur ein erster Schritt"
„Der Kabinettsbeschluss ist zu begrüßen, auch wenn er nur erste Schritte zu einem notwendigen Gesamtkonzept der Fachkräftesicherung enthält.“ Es sei richtig, die bürokratische Vorrangprüfung für Engpassberufe abzuschaffen. Allerdings, so Erlhöfer weiter, dürfe die Ausschöpfung des inländischen Potenzials nicht gegen eine geregelte Zuwanderung ausgespielt werden. „Wir brauchen beides. Auch wenn wir alles unternehmen, um in erster Linie das inländische Potenzial zu aktivieren, bleibt aufgrund der demografischen Entwicklung ein erheblicher Fachkräftemangel. Bis zum Jahr 2025 sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland um rund 6,5 Millionen“, so Erlhöfer weiter.
Hintergrund: Bislang mussten Unternehmer, die ausländische Fachkräfte aus dem Ausland beschäftigten wollten, nachweisen, dass kein Deutscher oder EU-Ausländer den Job machen kann. Zudem existiert noch immer eine Einkommensuntergrenze für die Niederlassungserlaubnis von Hochqualifizierten.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, plädiert Erlhöfer darüber hinaus für eine bundesweit einheitliche Bildungsstrategie: "In den meisten Schulen spielt das Thema Technik und der Umgang damit so gut wie keine Rolle mehr." Auch führten Frauen im Ingenieurberuf leider immer noch ein Exotendasein. „Beides muss sich mittelfristig ändern“, so Erlhöfer weiter, „und trotzdem muss ein Gesamtkonzept der Fachkräftesicherung auch die gesteuerte Zuwanderung umfassen. Es geht der Wirtschaft nicht um billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die Unternehmen tun alles, um Fachkräfte an sich zu binden. Es war deshalb kein Zufalls, dass in der Krise mit Priorität die Arbeitsplätze der Beschäftigten gesichert wurden.“
Die Position als pdf-Dokument finden Sie hier zum Download.
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