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Pressemitteilung

Arbeitgeber weisen Forderungen zurück

01.12.2011

Die Tarifrunde 2012 in der Metall- und Elektroindustrie wirft ihre Schatten voraus: Am Freitag, 2. Dezember, treffen sich der Verband METALL NRW und IG Metall NRW zu einem ersten Sondierungsgespräch. Bereits im Vorfeld weist die Arbeitgeberseite die Forderung der Gewerkschaft, allen Auszubildenden nach der Lehre eine unbefristete Stelle zu garantieren, mit Vehemenz zurück.

„Die Unternehmen in unserer Region bilden gerne und viel aus. Ein tarifvertraglicher Zwang, alle Auszubildenden übernehmen zu müssen, ist aber kontraproduktiv“, sagt Dirk W. Erlhöfer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Metall für Bochum und Umgebung. So bilden fast die Hälfte der Ausbildungsbetriebe (47%) bereits seit Jahren über den eigenen Bedarf hinaus aus, um jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. „Wenn die Gewerkschaft nun eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden fordert, werden viele Ausbildungsbetriebe ihre Strategie ändern“, warnt Erlhöfer. Die Konsequenz: Vielen Jugendlichen würde kein Ausbildungsplatz zur Verfügung stehen.

Auch Unternehmen in Bochum wären betroffen. André Hüttemann, Personalleiter der Vogelsang Elektromotoren GmbH, etwa sagt: „Wir bilden in unserem Unternehmen seit Jahren mehr junge Menschen aus als wir eigentlich benötigen. Das tun wir, weil wir finden, dass wir eine Verantwortung für junge Menschen haben. Oft übernehmen wir auch alle, die die Ausbildung erfolgreich schaffen. Die Entscheidung hierfür müssen wir aber behalten. Wenn der Tarifvertrag uns das künftig vorschreibt, dann werden wir die Überbedarf-Ausbildung wahrscheinlich aufgeben.“

In letzter Konsequenz schade die Forderung der IG Metall also den jungen Menschen, die in Zukunft eine Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche anstreben, ergänzt Dirk W. Erlhöfer. „Die Überbedarfs-Ausbildung ist freiwillig. Für gute und motivierte junge Menschen haben die Unternehmen der Region aber immer einen Platz. Es werden auch ohne tarifvertraglichen Zwang rund 75% der Ausgebildeten übernommen. Der Anreiz, sich in der Ausbildung anzustrengen, kommt somit beiden Seiten zugute. Die Regelung im Tarifvertrag würde diesen Anreiz aushebeln.“

Die Pressemitteilung finden Sie hier als pdf-Dokument zum Download.



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